Schwarzer Sichtbeton für das Futurium in Berlin

Mitten in Berlin die Welt von morgen erleben, das verspricht das "Haus der Zukunft". Besondere Herausforderung: schwarz eingefärbter Sichtbeton als Hintergrund für die Ausstellungsobjekte.

Das Futurium wurde im Regierungsviertel an der Spree gebaut mit rund 8.700 m³ Beton, geliefert von Lichtner-Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG. Rund ein Zehntel der Gesamtbetonmenge wurde für die Herstellung des dunklen Sichtbetons durch Beimischung von flüssigen Farbpigmenten schwarz eingefärbt. Ergebnis: 3.500 m² anthrazit-schwarze Sichtbetonflächen als angemessener Hintergrund für die Ausstellungsobjekte. Umfangreiche Vorversuche ergaben eine Rezeptur der Festigkeitsklasse C 30/37 mit 12 % Eisenoxid schwarz, die den Vorstellungen der Architekten entsprach. Grundlage für die Herstellung war ein CEM III/A 42,5-N LH (na) aus dem Dyckerhoff Werk Deuna in Thüringen.

Mit der Planung des Futuriums beauftragte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben das junge Berliner Architektenteam Richter Musikowski – das Büro hatte bei einem EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb den ersten Preis gewonnen. Der 85 m lange und 70 m breite Baukörper hat eine fünfeckige Kubatur sowie zwei unterirdische und drei oberirdische Geschosse. Eines der Highlights für die Besucher stellt das begehbare Dach mit seiner Aussicht über Berlin dar. Für Ausführungsplanung und Errichtung war die BAM Deutschland verantwortlich, die das Gebäude als ÖPP-Projekt auch 28 Jahre lang betreiben wird.

Das Futurium gewährt den Besuchern auf über 8.000 m² Nutzfläche Einblicke in Forschungs- und Zukunftsfragen. Thematisiert werden die Chancen zukünftiger Entwicklungen, aber auch die damit verbundenen Gefahren. Baubeginn war 2015, das Richtfest fand im Juli 2016 statt. Am 5. September 2019 feierte das Futurium seine Eröffnung.

Auf den Fotos 5 bis 12 der Slideshow wurde der Baufortschritt zwischen Oktober 2015 und Februar 2017 per Webcam festgehalten. Renderings 1 und 4: Richter Musikowski, Berlin.