Museum für Achitekturzeichnung

Für die Sichtbetonfassade wurde ein gelblich eingefärbter Sichtbeton geliefert und für Treppenläufe und Treppenpodeste im Innenbereich graphitschwarz eingefärbter Sichtbeton.

Die in Massivbauweise errichteten Geschosse kragen in verschiedenen Tiefen und Winkeln je Geschoss unterschiedlich aus dem Wandverband aus und erzeugen so den Eindruck von verschiebbaren „Schubladen”, in denen die Zeichnungen aufbewahrt werden. So erzeugt das Gebäude den Eindruck, aus den Zeichnungen gebaut zu werden (durch Abdrücke der Zeichnungen an der Außenfassade) und stellt gleichzeitig einen Stapel der Zeichnungsschubladen dar. Die Sichtbetonhülle des Gebäudes stellt sich als monolithischer, fugen- und fensterloser Körper dar. Den gesamten Baukörper, außer dem gläsernen Staffelgeschoss, überziehen mit Hilfe von Matrizenschalungen erzeugte Reliefs. Die feine Relieftextur mit periodisch angelegten architektonischen Motiven und die gelblichgraue Farbgebung des Betons verweisen subtil auf die Funktion des Gebäudes und dessen Sammlung: das Pergament als Trägermaterial von Architekturzeichnungen.